Ratten integrieren

Ratten sind sehr soziale Rudeltiere und müssen deshalb mindestens zu dritt gehalten werden. Früher oder später kommt es vor, dass nur noch eine Ratte zurück geblieben ist, da die restlichen Gruppenmitglieder verstorben sind. Die verbliebene Nase muss man an dieser Stelle unbedingt mit neuen Ratten integrieren.
Es ist empfehlenswert es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, dass nur noch eine einzige Ratte übrig bleibt. Im optimalen Fall sollten bereits die letzten beiden Rudelmitglieder mit neuen Partnern integriert werden. So vermeidet man, dass eine einzelne Ratte unnötig lange alleine ist.
Eine Vergesellschaftung wird auch oftmals angewandt, um eine bestehende Gruppe mit neuen Nasen zu vergrößern. 

Ratten integrieren – die passende Partnerwahl

Es ist sehr wichtig zunächst einmal die passenden Partner für die Integration zu suchen. Hierbei sind der Charakter, das Alter, die Vorgeschichte sowie natürlich das Geschlecht der Ratte ein wichtiger Faktor.
Es ist empfehlenswert zwei Tiere als Integrations-Partner zu wählen. Die Zusammenführung von fremden Ratten kann unterschiedlich lange dauern und so ist die Nase in diesem Zeitraum nicht alleine. Die beiden Ratten sollten sich natürlich bereits kennen.

Selbstverständlich sollten ausschließlich gleichgeschlechtliche Ratten oder auch eines der Geschlechter mit Kastraten vergesellschaftet werden. Kranke Tiere sollten auf keinen Fall mit neuen Partnern integriert werden, da dies viel zu viel Stress für das erkrankte Tier bedeuten würde!

Ratten JungtiereEs ist möglich sowohl adulte Ratten miteinander zu integrieren, als auch Jungtiere zu älteren Tieren. Natürlich können auch Jungtiere zusammengeführt werden, was wohl die einfachste Integrationen ist. Junge Ratten (8-10 Wochen) haben durch ihre noch nicht vorhandene Geschlechtsreife keinen starken Eigengeruch und somit auch kein so starkes Revierverhalten wie adulte Tiere. Aus diesem Grund dauert die Integration von Jungtieren meist nicht lange und ist nicht besonder schwierig.

Wenn man Jungtiere zu adulten Ratten integrieren will, ist es wichtig, dass mehrere Jungtiere zur Gruppe vergesellschaftet werden. Ratten im jungen Alter sind noch sehr aufgedreht und wollen viel spielen und herum toben. Adulte Ratten sind dafür in vielen Fällen nicht mehr zu begeistern und sind deshalb häufig genervt von den Kleinen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Jungtiere gleichaltrige Partner zum Spielen haben.
Zu Ratten im „Rentenalter“ (ab 2 Jahren) sollten dennoch keine Rattenbabys integriert werden. Dies wäre zu viel Stress für die Opis bzw. Omis.
Zu solchen Rentnertieren sollten gleichaltrige bzw. erwachsene Artgenossen vergesellschaftet werden.
Bei der Integration von Rattenbabys zu älteren Partnern ist es meist der Fall, dass die Jungtiere sich schnell unterordnen. Mit zunehmendem Alter kommt es allerdings oftmals vor, dass die jungen Ratten dominanter werden und sich durchsetzen wollen. In diesem Fall unterdrücken sie die älteren Artgenossen, was bei diesen Tieren natürlich zu Stress führt. Obwohl es auch immer heißt, dass Jungtiere bei älteren Ratten sogenannten „Welpenschutz“ genießen, ist dies nicht immer der Fall. Es kann beispielsweise dazu kommen, dass die Welpen durch ihre noch geringe Kraft und Größe durch die älteren Tiere leicht verletzt werden.

Aus diesem Grund bevorzugen einige Rattenhalter die Integration von gleichaltrigen Tieren. In diesem Fall kommt der Verlauf der Vergesellschaftung ganz auf den Charakter der Ratten an. Wenn man beispielsweise zwei sehr dominante Ratten integrieren will, ist dies etwas schwieriger, da keine von beiden Partnern sich unterordnen will.

Auf der Suche nach den passenden Partnern für eine Integration, sollte man auf jeden Fall mal im Tierheim oder bei einer Rattenhilfe nachfragen. Dort sitzen häufig Ratten im passenden Alter oder bereits in Gruppen. Hierbei sollte man auf jeden Fall auf die Vorgeschichte der Notnasen achten. Wenn eine Ratte beispielsweise immer wieder im Tierheim landet, da die Vergesellschaftungen nicht funktionieren, ist dies natürlich keine gute Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration.

Ratten integrieren – was ist wichtig?

Ratten sind sehr revierbezogene Tiere, weshalb man sie auf keinen Fall einfach zusammen setzen darf!
In freier Wildbahn werden fremde Ratten als Eindringlinge im Revier angesehen und angegriffen oder verjagt. Bei einer Integration funktioniert das auf diese Weise natürlich nicht, deshalb ist es sehr wichtig richtig vorzugehen.
Allgemein sollten die neuen Ratten nach Ankunft im neuen Heim nicht sofort mit den anderen Artgenossen zusammen gesetzt werden. Sie sollten sich erst einmal für ein bis zwei Wochen einleben und sich vom Umzugsstress erholen.
Eins der wichtigsten Dinge ist es auch selbst ruhig zu bleiben. Eine Integration ist für alle Beteiligten sehr stressig und aufregend. Wenn der Rattenhalter angespannt und unruhig an die Sache heran geht merken die Nasen das. Dann wird es ihnen nicht anders gehen. Man sollte also ruhig bleiben und einfach positiv denken.
Natürlich muss man auch Geduld haben und sich Zeit nehmen. Eine Integration kann schon mal einige Wochen dauern, doch die investierte Zeit zahlt sich meist auch aus! Nur mit viel Geduld können sich die Ratten in aller Ruhe annähern und sich richtig kennenlernen.

Zur Sicherheit sollten auch immer bissfeste Handschuhe und ein Desinfektionsmittel bereit stehen für den Fall eines ernsthaften Kampfes. Mehr Infos zu Beißereien gibt es weiter unten.

Es ist auch empfehlenswert sich Hilfe zu holen. Beispielsweise kann man sich in Foren Rat von erfahrenen Rattenhaltern holen. Wenn man sich für die Vergesellschaftung Nasen aus der Rattenhilfe geholt hat, helfen euch die Mitarbeiter auch häufig bei der Vergesellschaftung und geben euch ein paar Tipps.

Ratten integrieren – die richtige Methode

Jede Integration läuft anders ab, da auch jede Ratte einzigartig ist und einen individuellen Charakter hat. Deshalb dauert auch jede Vergesellschaftung unterschiedlich lange. Manche Ratten verstehen sich schon nach wenigen Tagen, andere brauchen Wochen lang dafür.

Methode 1: gemeinsamer Auslauf

Bei dieser Methode führt man alle Ratten durch gemeinsamen Auslauf zusammen, bis sie irgendwann gemeinsam in einen Käfig ziehen.

Wie schon oben erklärt, sind Ratten sehr revierbezogen, weshalb das erste Treffen unbedingt auf neutralem Boden stattfinden sollte. Es sollte also ein Ort sein, an dem die Ratten normalerweise nicht herumlaufen – der also nicht nach ihnen riecht. Dieser Ort sollte auch nicht zu groß sein, sodass man alles im Blick hat. Hierfür kann beispielsweise die Badewanne, das Sofa oder ein abgegrenzter Teil im Flur verwendet werden.
In diesem Bereich wird den Ratten ein Wassernapf sowie ein Unterschlupf zur Verfügung gestellt.
Die Ratten sollte möglichst zeitgleich in den Bereich gesetzt werden. Beim ersten Treffen kann es zu Verhalten wie Aufplustern des Fells, Zwangsputzen, starkem Beschnuppern, Quieken, voreinander Aufstellen sowie zu ersten Rangordnungskämpfen kommen. Auch gegenseitiges Aufsteigen als Unterwerfungsmethode oder gegenseitiges anurinieren kommen häufig vor. Dies ist völlig normal.
Nur bei ernsthaften Kämpfen, in denen Blut fließt, muss eingegriffen werden (siehe Info weiter unten).

Die erste Zusammenführung sollte nur ein paar Minuten (5 bis 10) dauern, da es sonst zu viel Stress für die Nasen wäre und sie so überfordert wären. Diesen Vorgang wiederholt man nun ein paar Tage lang und verlängert die Zeit der Treffen jedes mal ein bisschen. Dies tut man so lange, bis man die Gruppe für mehrere Stunden friedlich zusammen lassen kann.

Als nächstes können die Ratten im Auslauf der bisherigen Ratten zusammen geführt werden. Auch diese Treffen sollten zunächst nur ein paar Minuten dauern und jeden Tag etwas verlängert werden. Im Auslauf sollten bestenfalls nur ein bis zwei Unterschlüpfe zur Verfügung stehen, sodass sich die Ratten diese teilen müssen. Auch Wasser und Futter müssen vorhanden sein. Nach ein paar Tagen können auch ein paar Spielsachen in den Auslauf gegeben werden.
Wenn der Auslauf sehr groß ist, ist es ebenfalls empfehlenswert diesen etwas zu verkleinern, sodass sich die Ratten mehr miteinander beschäftigen und man einen besseren Überblick hat.
Durch den Wechsel des Reviers kann es an dieser Stelle wieder zu Unterdrückungen und aggressivem Verhalten kommen. Die neuen Artgenossen befinden sich nun im Revier der bisherigen Ratten und werden trotz des ersten Kennenlernens häufig nicht so freundlich empfangen.
In der gemeinsamen Zeit im Auslauf wird bereits ein Gruppengeruch gebildet, was sehr wichtig für das Rudel ist. Während des gemeinsamen Freilaufs, kann man die Kleinen auch mit Leckereien (z.B. Joghurt oder Babygläschen) verwöhnen. So verbindet man die Treffen mit etwas Positivem und durch das gemeinsame Essen kommen sich die Tiere näher.

Die Fellnasen werden täglich in dem Auslauf zusammen gesetzt, bis man sie mehrere Stunden friedlich zusammen lassen kann und sie sich wie ein Rudel verhalten. Wenn die Ratten gemeinsam kuscheln und nebeneinander fressen, ist dies beispielsweise ein gutes Zeichen.
Die Zeit im Auslauf kann also in manchen Fällen mehrere Wochen dauern. Man sollte das Verfahren lieber zu lange als zu kurz anwenden, um sicher zu sein, dass die Ratten sich auch im Käfig 24 Stunden am Tag noch gut vertragen.

Bevor die Ratten nun alle zusammen ziehen können, muss der Käfig erst einmal gründlich sauber gemacht werden. In der ersten Zeit ist es auch empfehlenswert die Einrichtung vom Auslauf mit in den Käfig zu stellen, da beiden Gruppen diesen Geruch bereits kennen. Weiterhin sollte der Käfig neue eingerichtet bzw. umgestellt werden. Die „alten“ Ratten sehen ihn so nicht mehr ganz so stark als ihr eigenes Revier an. Im besten Fall kann man sogar einen neuen Käfig, der komplett geruchsneutral ist, verwenden. Je unbekannter der Käfig ist, desto besser vertragen sich die Ratten in diesem.

Wenn möglich, sollten die Ratten nun selbstständig in den Käfig gehen können. Auch nachdem sich alle Nasen in diesem befinden, sollte die Käfigtür noch etwas geöffnet bleiben, sodass die neuen Partner bei Stress zurück in den Auslauf gehen könnten.
Andernfalls sollten die Nasen möglichst zeitgleich in den Käfig gesetzt werden. Hierfür sollte man sich Hilfe holen, immerhin hat man ja nur 2 Hände  😉 

In den ersten 24 Stunden müssen die Ratten streng beobachtet werden! Deshalb ist es empfehlenswert die endgültige Zusammenführung im Käfig auf ein Wochenende oder in die Ferien zu verlegen, sodass man lange wach bleiben kann. Rangordnungskämpfe und kleine Streitereien können in dieser Zeit schon mal vorkommen.
Bei starken Streitereien sollten die Ratten umgehend getrennt werden. In diesem Fall geht man einfach wieder einen Schritt zurück und verlängert die gemeinsame Zeit im Auslauf, bis man es noch einmal im Käfig versucht.
Wenn in den ersten 24 Stunden alles friedlich gelaufen ist, ist das sehr gut und der größte Schritt ist schon einmal getan. Dennoch müssen die Ratten noch weiterhin beobachtet werden.

Methode 2: Gittertrennung

Bei dieser Methode werden die beiden Käfige der Ratten nebeneinander gestellt, sodass sie sich an den Geruch der neuen Artgenossen gewöhnen können. Der Abstand der beiden Gehege sollte zu Beginn etwa 10 cm betragen. Gegenüberstehen oder Knabbern am Gitter sowie aufstellen des Fells sind hierbei typische Verhaltensweisen der Ratten. Nach ein paar Tagen, in denen sich die Ratten friedlich verhalten haben, kann der Abstand auf etwa 4 bis 5 cm verringert werden. Dieser Abstand dient zur Sicherheit, dass die Ratten sich nicht durch Gitter verletzen können. Bei dieser Methode ist es ebenfalls möglich Einrichtungsgegenstände der Gruppen ab und zu zu tauschen, sodass sie sich schneller an den Geruch der neuen Partner gewöhnen. Ebenfalls kann man die Gruppen zeitgleich in den Käfig der jeweils anderen Gruppe umsetzen. Auch auf diese Weise gewöhnen sie sich an den Geruch und es entsteht bereits ein Gruppengeruch. Dies tut man so lange, bis die Tiere kein aggressives Verhalten gegenüber des fremden Geruches mehr zeigen. Das Verhalten der Ratten sollte möglichst entspannt sein.

Diese Methode funktioniert allerdings nicht mit allen Ratten. Die „alten“ Ratten fühlen sich in manchen Fällen durch den Geruch der Eindringlinge in ihrem Revier bedroht und reagieren sehr aggressiv. Sollte dies der Fall sein, müssen die Käfige nicht unbedingt nebeneinander gestellt werden. Stattdessen können sie an unterschiedlichen Orten stehen und es wird nur der oben erklärte „Einrichtungs- & Käfigtausch“ durchgeführt.
Andererseits ist diese Methode vor allem bei Ratten, die schlechte Erfahrung mit Artgenossen gemacht haben, eine gute Möglichkeit ihnen zu zeigen, dass sie keine Angst vor ihnen haben müssen.

Als nächstes geht man vor wie beim oben erklärten „gemeinsamen Auslauf“. Die Nasen werden also auf neutralem Boden zusammen geführt und die Zeit wird jeden Tag etwas verlängert, bis sie sich für mehrere Stunden friedlich verhalten. Hierbei kann man die Ratten auch einzeln zusammen führen und nach und nach ein Rudelmitglied hinzu setzen. Dann geht es weiter in den Auslauf der „alten“ Ratten, bis sie bereit für den gemeinsamen Käfig sind. Der Käfig muss vorher, wie oben beschrieben, gründlich geputzt und etwas umgestalten werden. Dann können die Ratten gemeinsam in den Käfig gelassen werden.
In der ersten Zeit müssen sie natürlich wieder sehr genau beobachtet werden. Viele Rattenhalter empfehlen es auch die gemeinsame Zeit im Käfig zu Beginn zeitlich zu begrenzen und die Gruppe nach ein paar Stunden wieder zu trennen. Vor allem in der Nacht ist dies empfehlenswert, da man die Ratten nicht dauerhaft beobachten kann. Die Gruppen kommen dann beide wieder in einen anderen Käfig. Es ist wichtig, dass keine der Gruppen in dem gemeinsamen Käfig bleibt, da diese das Gehege sonst als ihr alleiniges Revier betrachten.
Bevor die Ratten am nächsten Tag wieder zusammen in den Käfig kommen, sollten sie zunächst kurz zusammen im Auslauf herum laufen. Die Zeit im Käfig wird jeden Tag verlängert.

Ratten integrieren – falsche Methoden

Manche Rattenhalter wollen die Integration schnellstmöglich hinter sich bringen, doch so funktioniert das nicht! Von sogenannten Blitzintegrationen ist dringed abzuraten! Dies endet meist in einem starken Kampf oder sogar mit dem Tod einer Ratte…
Auch Methoden, wie der Einsatz von Duftstoffen, sind absolut fehl am Platz für eine Vergesellschaftung.
Die Duftstoffe sollen hierbei den Eigengeruch der gegenüberstehenden Ratte verdecken, wodurch sich die Nager nicht als Feinde betrachten sollen. Doch dies funktioniert nur für eine kurze Zeit! Sobald der Geruch verflogen ist, werden die Ratten aufeinander los gehen und sich verletzen.
Außerdem sind die eingesetzten Duftstoffe meist sogar schädlich für die Gesundheit der Ratten.

Ratten integrieren- Beißerei, was tun?

Bei einem ernsten Streit, bei dem sich die Ratten blutig verletzen, ist es sehr wichtig schnell einzugreifen und die Tiere zu trennen. Folgende Dinge sollten bei einer Integration immer griffbereit zur Verfügung stehen:

  • Handschuhe (auch Eigenschutz ist wichtig!)
  • eine offene Transportbox, um die Tiere zu trennen
  • ein Stück Pappe
  • Desinfektionsmittel (für mögliche Bisswunden)

In vielen Fällen kann es gefährlich enden einfach mit der behandschuhten Hand in den sich streitenden Fellknäul zu greifen. Im Eifer des Gefechts kann es schnell passieren, dass eine der Ratten sich in der Hand verbeißt. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert die Ratten kurz abzulenken, sodass sie sich voneinander lösen. Beispielsweise kann man ein paar Tropfen Wasser auf sie spritzen (nicht zu viel, sonst könnten sie krank werden!). Ebenfalls kann man einfach ein Stück Pappe zwischen die Ratten schieben, sodass sie voneinander loslassen müssen.
Sobald die Ratten sich getrennt haben, hebt man eine der Ratten schnell heraus und trennt die beiden.
Wunden sollten desinfiziert und von einem Tierarzt untersucht werden.

Ratten integrieren – Probleme

Die Ratten gehen sich beim gemeinsamen Auslauf aus dem Weg.
In diesem Fall sollte der Auslauf etwas verkleinert werden, sodass die Ratten sich mehr miteinander beschäftigen müssen.

Die Ratten gehen sich im Käfig aus dem Weg und halten sich immer auf unterschiedlichen Ebenen auf.
Wie auch beim Auslauf hilft es, den Raum zu verkleinern und die Tiere auf eine gemeinsame Etage zu setzen, sodass sie interagieren müssen.

Die Ratten vertragen sich im Auslauf, aber sobald ich sie in den Käfig setze, streiten sie.

Wie bereits oben erklärt kann es im Käfig nochmal zu leichten Streitereien kommen. Wenn sich dies allerdings nicht legt, sollte der Käfig der Ratten verkleinert werden (ähnlich wie bei der Kleinraummethode bei Rennmäusen). So müssen die Ratten interagieren und ihre Probleme „klären“.
Hierbei ist es ebenfalls empfehlenswert die Einrichtung auf ein Minimum zu beschränken.
Wenn die Ratten sich nach ein paar Tagen friedlich verhalten, kann der Platz nach und nach wieder etwas vergrößert werden.

Die Ratten jagen sich im gemeinsamen Auslauf ständig und hören nicht auf.

In diesem Fall sollte die Zusammenführung abgebrochen werden. Am nächsten Tag kann man sie erneut zusammen in den Auslauf setzen.

Ratten integrieren – kein Erfolg in Aussicht

Manchmal kommt es vor, dass eine Integration nicht funktioniert. Dies kann beispielsweise daran liegen, dass die Vergesellschaftungs-Methode nicht die richtige für die Gruppe war oder man sich einfach zu wenig Zeit gelassen hat.

In manchen Fällen muss man auch einfach akzeptieren, dass die Ratten sich nicht mögen und es auch nie tun werden. Daran kann man leider nichts ändern, wir können es ja auch nicht erzwingen. Bei uns ist das nicht anders – wir mögen ja auch nicht jeden Menschen.

In solch einem Fall gibt es die Möglichkeit eine Gruppe abzugeben und es erneut mit einer neuen Gruppe zu versuchen. Hierbei kann man sich Hilfe von erfahrenen Rattenhaltern oder von Mitarbeitern in der Rattenhilfe holen. Diese kennen sich meist sehr gut mit diesem Thema aus.
Möglicherweise sollte man auch darüber nachdenken, eine neue Methode anzuwenden, falls man gemerkt hat, dass die Ratten schlecht auf die vorherige Methode reagierten.
Das wichtigste ist, jetzt nicht aufzugeben und es weiter zu versuchen.