Allgemeines

Leider gelten Ratten als sehr krankheitsanfällig (vor allem für Tumore und Atemwegserkrankungen). Deshalb ist es sehr wichtig einen täglichen Gesundheits-Check durchzuführen. Dies kann man gut beim Spielen und Schmusen im Auslauf machen. Man tastet die Ratte vorsichtig ab und sucht nach möglichen Krankheitsanzeichen. Vor allem diese Körperstellen sollten gründlich untersucht werden: Haut & Fell, Pfoten, Zähne, After, Augen, Ohren und Nase.
Ebenfalls ist es sehr wichtig die Tiere zu beobachten, um so festzustellen, ob sie sich anders verhalten als sonst.

Allgemeine Krankheitsanzeichen:

Die Ratte…
– isst nichts mehr
– ist träger als sonst
– nimmt rapide ab
– nimmt schnell zu
– niest extrem oft
– hat einen rötlichen Ausfluss aus Nase oder Augen
– atmet rasselnd
– hat Beulen am Körper
– putzt bzw. kratzt sich extrem oft
– hat Haarausfall
– verhält sich aggressiv gegenüber den anderen Ratten oder dem Besitzer
– hat entzündete Pfoten
– hat struppiges Fell

Der Tierarzt

Sobald erste Anzeichen einer Erkrankung auftauchen sollten diese – je nach Schwere – genau beobachtet werden. Tritt keine Besserung ein sollte baldmöglichst der Tierarzt aufgesucht werden. Ist dieser nicht erreichbar solltest du zum Notfalldienst oder in die nächste Tierklinik gehen.
Es ist auch sehr hilfreich sich davor über die möglichen Krankheiten, welche die Ratte haben könnte, zu informieren.
Um der kranken Ratte den Transport weniger stressig zu machen, kann man ihr einen Artgenossen mit in die Transportbox setzen. Ratten sind eben Rudeltiere, weshalb es die Ratte beruhigt, wenn sie nicht ganz alleine ist. Natürlich braucht man eine geeignete Transportbox. Mehr zum Transport gibt es hier: Transport von Ratten.
Häufig können die vom Arzt verordneten Medikamente den Gesundheitszustand des Tieres schnell verbessern. Wichtig ist eine regelmäßige Gabe der Medikamente. Diese kann man gut mit Nagermalt, Magerquark (Vorsicht bei Antibiotika), Babygläschen, zerquetschte Banane etc vermischen.
Eine weitere Möglichkeit der Ratte zu helfen ist eventuell eine Operation (z.B. bei Tumoren).

Einschläfern

Schlimmstenfalls stellt sich beim Tierarztbesuch heraus, dass die Ratte eingeschläfert werden muss. Die wenigsten Ratten schlafen im Alter einfach friedlich ein und wachen nicht mehr auf. Meist kommt es vor, dass die Ratte eingeschläfert werden muss, da sie durch ihre Krankheit extrem leidet und es keine Chance auf eine Besserung gibt. Für die Rattenbesitzer ist es oft sehr schwer, diesen großen Schritt zu wagen. Jedoch sollte man immer daran denken, dass es das Beste für das Tier ist. Meist sind die Menschen in dieser Situation einfach zu egoistisch und wollen das Tier nicht gehen lassen. Doch in diesem Moment muss man einzig und allein an sein Tier denken und was das Richtige ist: Das Tier leiden lassen, nur damit man noch Zeit mit ihm verbringen kann oder das Tier von seinem Leid zu erlösen?
Für die anderen Artgenossen ist es besonders hart, da sie eins ihrer Freunde und Rudelmitglieder verloren haben. Sie durchleben eine Trauerphase und müssen den Verlust erst mal verdauen.